Abhinavagupta (ca. 950 - 1015 n. Chr.) | |
| Herausragender indischer Philosoph und tantrischer Meister.
Bedeutendster Lehrmeister und Kommentator des Shivaismus von Kaschmir.
Autor von u.a. Tantraloka, Tantrasara und Ishvara Pratyabhijna Vimarshini. |
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| Adhikara |  |
| Befähigung, Qualifikation - die ein Schüler/eine Schülerin haben muss,
um von einem Guru angenommen zu werden, bzw. um zur Sadhana tauglich zu sein. |
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| Advaita Vedanta |  |
| Philosophie der Nicht-Dualität, Alleinheitslehre von Brahman (Absolutes)
als dem einzig Wirklichen, Lehre von der Einheit von Seele und göttlichem Bewusstsein. |
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| Ahamkara |  |
| wörtl. "Ich-Machendes, Ich-Macher", Ego-Ich, nach der ind. Philosophie von
den vier psychischen Instrumenten dasjenige, welches die Vorstellung und Erfahrung der
begrenzten menschlichen Individualität verursacht. |
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| Ajna Chakra |  |
| Energiezentrum zwischen den Augen. Die aufsteigende Kundalini kann
über dieses Chakra nur dann hinaussteigen, wenn sie den Befehl (Skt. ajna), bzw. die Erlaubnis,
des Gurus erhält. |
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| A-Ka-Tha-Dreieck | |
| dreieckiges Energiezentrum im Sahasrara, das aus den Schwingungen aller Silben
des Sanskrit-Alphabets besteht. |
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| Amrita |  |
| Unsterblichkeitstrank, Ambrosia, himmlischer Nektar |
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| Anugraha |  |
| Segen, Gnade - wird nach yogisch-tantrischer Auffassung hauptsächlich
vom Guru (im Moment des Shaktipat) gewährt |
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| Asana |  |
| wörtl. "Sitz", 1. Hathayoga-Stellung, die Yogatexte beschreiben 84 solcher
Stellungen, 2. Sitz, Decke oder Matte, auf der der Yogi sitzt. |
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| Avadhuta |  |
| Erleuchteter, der u.a. durch sein unkonventionelles, wundersames Verhalten auffällt. |
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| Bhagavad Gita |  |
| "Gesang des Erhabenen", bekanntestes ind. Werk spiritueller Literatur,
Teil des Epos Mahabharata. |
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| Bhakta |  |
| Gläubiger, einer der Gott oder dem Guru in liebevoller Hingabe ergeben ist. |
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| Bhakti |  |
| Hingabe, Liebe an Gott oder den Guru. |
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| Bhakti Yoga |  |
| Yoga der liebevollen Hingabe, ein Weg zur Vereinigung mit Gott, der auf
Liebe und Hingabe gründet. |
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| Bhuta-Shuddhi |  |
| Yoga-Praktik, bei der die im Inneren befindlichen Elemente (Bhuta) gereinigt,
sublimiert bzw. eines im anderen (das gröbere im jeweils feineren) aufgelöst werden. |
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| Bija |  |
| wörtl. "Keim, Samen", ein Bija oder Bija-Mantra ist eine Keim-Klang-Formel,
ein einsilbiges Mantra, das wie ein Keim, die gesamte Potenz des entfalteten Mantras enthält. |
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| Bindu |  |
| wörtl. "Tropfen, Punkt" - der winzige Punkt, in dem die gesamte "Masse"
der Shakti in undifferenzierter Form enthalten ist. |
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| Brahma |  |
| Schöpfergott, bzw. in der indischen Dreifaltigkeit der Aspekt, der Gott
als Schöpfer darstellt. |
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| Brahman |  |
| die absolute Wirklichkeit, das absolute, ewige, göttliche Bewusstsein. |
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| Brahmarandhra |  |
| subtiles Energiezentrum am Scheitelpunkt des Kopfes, am oberen Ende der Sushumna-Nadi. |
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| Chaitanya |  |
| "bewusst, lebend, lebendig", auch "(höchstes) Bewusstsein". |
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| Chakra |  |
| wörtl. "Rad", großes und wichtiges Energiezentrum oder Nervengeflecht im subtilen Körper.
Wenn die Kundalini erweckt ist, durchdringt und reinigt sie diese Energiezentren, die auf einer Linie vom
unteren Ende der Wirbelsäule bis zum Scheitelpunkt des Kopfes verlaufen. |
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| Chitta-Vritti |  |
| Bewegung, Veränderung, Gedanken-Welle im menschlichen Geist. |
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| Diksha |  |
| Einweihung, Initiation, Erweckung. |
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Gorakhnath (auch Gorakshanath) | |
| erster historischer Meister und Begründer der yogisch-tantrischen Tradition der Nathas,
Autor bedeutender Yoga-Werke, u.a. der Siddha Siddhanta Paddhati, des Gokaksha Shataka, Yogabija,
Amaraugha Shasana. |
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| Goraksha Shataka |  |
| "hundert Verse des Goraksha", wichtiges Werk Gorakhnaths über Hatha- und Kundalini-Yoga.
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| Granthi |  |
| wörtl. "Knoten", Energie-Knoten, die an drei wichtigen Verbindungspunkten im
feinstofflichen Körper entlang der Sushumna-Nadi vorkommen. Diese Granthis - Ansammlungen karmischer
Spuren - müssen von der Kundalini (wie die Chakras) durchstoßen und aufgelöst werden. |
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| Guna |  |
| grundlegende Eigenschaft der Natur; die drei Gunas sind: Sattva (Reinheit, Licht),
Rajas (Aktivität, Leidenschaft) und Tamas (Dumpfheit, Trägheit). |
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| Guru |  |
| spiritueller Meister, der in der dauerhaften und unmittelbaren Erfahrung des
Göttlichen bzw. höchsten Selbst lebt und der geeigneten Schülerinnen und Schülern durch
Einweihung (Shaktipat-Diksha) und Führung auf ihrem spirituellen Weg zur höchsten Vollkommenheit
und Befreiung verhelfen kann. |
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| Hatha Yoga |  |
| Weg der körperlichen Übungen, die den Körper reinigen und stärken sollen,
um so die Kundalini zu erwecken bzw. ihre Erweckung vorzubereiten. |
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| Hatha Yoga Pradipika |  |
| grundlegendstes Werk über Hatha Yoga. |
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| Hridaya |  |
| "Herz", wichtiges spirituelles Zentrum, nach Auffassung vieler
spiritueller Werke der Sitz der menschlichen Seele. |
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| Ida |  |
| eine der drei wichtigsten feinstofflichen Kanäle (Nadi), die
auf der linken Seite verlaufende, kalte Mond-Nadi. |
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| Jada |  |
| "leblos, tot", so werden Mantras bezeichnet, die nicht von
einem erleuchteten Meister oder einer Yoga-Tradition stammen und daher nicht mit
Bewusstseinskraft (Shakti) aufgeladen sind. |
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| Japa |  |
| wörtl. "ein Gebet, das mit gedämpfter Stimme gesprochen wird",
Wiederholung eines Mantras, entweder laut oder leise. |
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| Jiva |  |
| individuelles, begrenztes Selbst, Seele. |
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| Jivanmukta | |
| wörtl. "ein im Leben Befreiter", jemand der/die Erleuchtung noch
zu Lebzeiten erfährt. |
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| Jnana |  |
| "Wissen, Erkenntnis". |
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| Jnaneshvar | |
| wörtl. "Herr des Wissens", Bedeutendster aller Heiligen in
Maharashtra; Siddha-Guru, Kundalini-Meister und Philosoph. Autor mehrerer
umfangreicher philosophischer und poetischer Werke. Sein bekanntestes Werk
ist die Jnaneshvari, ein äußerst umfangreicher Kommentar zur Bhagavad Gita. |
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| Jnaneshvari |  |
| auch als Bhavartha Dipika bekannt; diesen mehrere tausend Verse
umfassenden Kommentar zur Bhagavad Gita schrieb Jnaneshvar im Alter von sechzehn Jahren.
Es war das erste Werk, das in Marathi, der Sprache der Menschen in Maharashtra,
geschrieben wurde. |
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Kabir (1440 - 1518) | |
| Bedeutender und wohl bekanntester indischer Mystiker und Dichter,
lebte in Benares und war von Beruf Weber. Seine große Anhängerschaft besteht sowohl
aus Moslems als auch Hindus. Hinterließ eine Vielzahl von Gedichten und Gesängen, die
sich noch heute in aller Welt großer Beliebtheit erfreuen. |
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| Kalavati |  |
| Eine der Kategorien der Manifestationen der erwachten Kundalini.
Beinhaltet Erfahrungen der Reinigung und Auflösung des inneren Kosmos (Mikro-Kosmos). |
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| Kama |  |
| sexuelle Liebe, Lust, weltliches Verlangen. |
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| Karma |  |
| wörtl. "Handlung, Tat", bezeichnet 1. jede Handlung, die körperlich,
sprachlich oder gedanklich ausgeführt wird, 2. das Schicksal oder die Lebensumstände,
hervorgerufen und geprägt durch frühere Handlungen, bzw. Taten in früheren Leben.
Es werden drei Arten von Karma unterschieden: a.- das Karma, das bereits begonnen
hat zu wirken, b.- das Karma, das in der Zukunft wirken wird, c.- das Karma, das
im Moment bzw. in diesem Leben geschaffen wird. Das karmische Gesetz ist das Gesetz
von Ursache-Wirkung (Kausalitätsgesetz). |
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| Karma Yoga |  |
| der Yoga-Weg des rechten Handelns - ein spiritueller Weg, bei dem
der Betreffende handelt 1. ohne sich selbst als den eigentlich Handelnden zu betrachten
und 2. ohne nach der Frucht (Skt. phala), bzw. dem Ergebnis der Handlung, zu trachten. |
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| Kaula |  |
| Name einer alten tantrischen Tradition, in der die Shakti eine zentrale Rolle spielt. |
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| Kriya |  |
| wörtl. "Handlung", gemeint sind die reinigenden Handlungen oder Bewegungen der Kundalini
im grobstofflichen und feinstofflichen Körper (bzw. die Auswirkungen hiervon), die der Yogi als z.T. sehr
intensive Erfahrungen auf körperlicher, geistiger oder emotionaler Ebene erlebt. |
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| Kriyavati |  |
| Eine der Kategorien der Manifestationen der erwachten Kundalini.
Beinhaltet Erfahrungen wie spontane Hatha-Yoga-Stellungen (Asanas, Bandhas, Pranayama
und Mudras) und andere Kriyas, bei denen insbesondere der Körper betroffen ist. |
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| Kshemaraja | |
| berühmter Schüler von Abhinavagupta, ebenfalls ein Siddha und Philosoph,
schrieb einen bekannten Kommentar zu den Shiva Sutras, verfasste das Pratyabhijna Hridayam
und andere bedeutende Werke des Shivaismus von Kaschmir. |
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| Kularnava Tantra |  |
| eines der bekanntesten und bedeutsamsten Tantras, shivaitische Abhandlung
über Themen wie: der Guru, die Guru-Schüler-Beziehung, das Mantra, die traditionellen Formen
der Gottes-Verehrung. |
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| Kundalini |  |
| wörtl. "die Zusammengerollte, Aufgerollte", die kosmische Energie,
die sich in jedem Menschen schlafend im Muladhara-Chakra, am unteren Ende der Wirbelsäule,
befindet. Wenn sie erwacht beginnt sie alle Bereiche des grobstofflichen und vor allem
feinstofflichen Körpers zu reinigen. Sie entfaltet ihr gesamtes kosmisches Potential,
steigt durch den Zentralkanal aufwärts und durchstößt dabei die verschiedenen Chakras,
um schließlich zu ihrem Ziel, dem Tausendblättrigen Lotos (Sahasrara) im Scheitelpunkt
des Kopfes, zugelangen. Dort findet die Vereinigung der individuellen Seele mit dem
höchsten Selbst statt. Hierdurch erlangt der Yogi den Zustand der Selbstverwirklichung,
Befreiung bzw. Erleuchtung. |
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| Kundalini Stava |  |
| 12-strophige Hymne an die Kundalini, kraftvoller Gesang, mit dem der
Yogi direkt die höchste kosmische Kraft/Macht anruft. |
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| Mala |  |
| wörtl. "Makel, Unreinheit", Terminus der shivaitischen Philosophie,
der beschreibt, wie das höchste Bewusstsein zum individuellen Bewusstsein begrenzt wird,
nämlich durch die Erfahrung des Getrennt-Seins vom allumfassenden Bewusstsein (Anava-Mala),
des Verschieden-Seins von allem was existiert (Mayiya-Mala) und des Empfindens von
Täter-schaft (Karma-Mala). |
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| Mandala |  |
| wörtl. "Scheibe, Kreis", geometrische Form, die mit einem bestimmten
Schöpfungsprinzip (Tattva) in Verbindung steht bzw. dieses repräsentiert. |
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| Mantra |  |
| heiliges Wort, göttlicher Klang, Name Gottes, oder ganz allgemein:
eine klangliche Manifestation dessen, der (die/das) mit dem Mantra angerufen wird.
Wird ein Mantra (leise oder laut) wiederholt, offenbart sich die darin enthaltene Kraft.
Mantras können denjenigen, der es wiederholt, beschützen, reinigen oder gar befreien. |
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| Maya |  |
| kosmische Kraft der Illusion, welche die wahre Natur des Selbst verdeckt
und das Gefühl von Getrenntheit und Verschiedenheit hervorruft, lässt das menschliche
Individuum das Unreale für das Reale halten und das Vergängliche für das Ewige. |
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| Moksha |  |
| Befreiung, Erlösung vom Kreislauf der Geburten, Tode und Wiedergeburten.
Zustand der höchsten Verwirklichung und Einheit mit dem absoluten Bewusstsein. |
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| Mudra |  |
| wörtl. "Siegel". 1. Verschiedene Hatha-Yoga-Praktiken, mit denen der
Yogi den Prana im Körper behalten kann. Die Kundalini wird bei diesen Praktiken in die
Sushumna-Nadi gelenkt. 2. Symbolische Gesten oder Bewegungen der Hände, durch die innere
Empfindungen oder Eigenschaften zum Ausdruck kommen - oder umgekehrt, durch die solches
Empfindungen oder Eigenschaften hervorgerufen werden sollen. 3. Nach dem Shaktipat
erhalten wurde, treten diese Mudras auch spontan auf. |
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| Muladhara(-Chakra) |  |
| Chakra am unteren Ende der Wirbelsäule, hier liegt die Kundalini
im schlafenden Zustand. |
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| Mumukshutva |  |
| Verlangen nach Befreiung, gilt als wesentliche Voraussetzung zur
Schülerschaft, bzw. Befähigung zu Sadhana. |
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| Nada |  |
| verschiedenartiger, göttlicher Klang, der vom Yogi im Inneren wahrgenommen wird. |
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| Nadi |  |
| feinstofflicher Kanal, durch den der Lebenshauch bzw. die Lebenskraft (Prana) fließt.
In den Yoga-Texten werden eine Vielzahl (72.000) von Nadis genannt, von denen Ida, Pingala und
Sushumna die größten und wichtigsten sind. |
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Nath (auch Natha, Natha-Yogi oder Natha-Siddha) |  |
| wörtl. "Herr", Vertreter einer der wohl bekanntesten und einflussreichsten
tantrischen Traditionen; dem Wirken der Naths ist es zu verdanken, dass der Hatha- und
Kundalini-Yogas seit dem frühen Mittelalter in Indien stetig an Popularität gewann und über
die Landesgrenzen bekannt wurde. |
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Nila Bindu (Blaue Perle) |  |
| wörtl. "blauer Tropfen/Punkt", wird auch als Nileshvari ("blaue Göttin")
bezeichnet, strahlendes blaues Licht von der Größe eines Samenkorns, das hoch entwickelte
Yogis in der Meditation sehen, identisch mit dem innersten und höchsten aller Körper dem
Suprakausalkörper (Mahakarana-Sharira); diese Erfahrung wird als die höchste und letzte
vor dem Eintreten in das absolute Bewusstsein erachtet. |
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| Nirguna |  |
| wörtl. "eigenschaftslos, das Eigenschaftslose", beschreibt das höchste
Bewusstsein, aber auch eine Form der Bhakti (Nirguna Bhakti), bei der sich die Liebe und
Hingabe auf ein Göttliches richtet, das weder Persönlichkeit noch Eigenschaften besitzt;
der Dichter-Heilige Kabir war einer der bekanntesten Vertreter dieser Form der Bhakti. |
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| Om | |
| uranfänglicher Klang, Ur-Schwingung, aus der das gesamte Universum hervorgegangen ist. |
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| Parama Shiva |  |
| wörtl. "höchster Shiva", im Shivaismus von Kaschmir eine Bezeichnung für
das höchste Bewusstsein. |
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| Patanjali |  |
| großer Weiser und Autor der berühmten Yoga Sutras, des grundlegenden Textes des
klassischen Yoga-Systems, das eine der sechs orthodoxen Philosophien Indiens (Darshanas) ist. |
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| Pingala |  |
| eine der drei wichtigsten feinstofflichen Kanäle (Nadi), die auf der rechten Seite
verlaufende, heiße Sonnen-Nadi. |
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| Prana |  |
| die Lebensenergie des Körpers, wird mit dem Atem und der Nahrung aufgenommen. |
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| Pranayama |  |
| yogische Technik, die in der systematischen Zurückhaltung und Regulierung des Atems
bzw. der mit ihm verbundenen Energie besteht, was u.a. zur Beruhigung und Stärkung des Geistes führt. |
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| Pratya Bhijña |  |
| wörtl. "Wieder-Erkennen", philosophische Schule innerhalb des Shivaismus von Kaschmir,
die Erleuchtung oder Befreiung als einen Prozess oder Akt des Wieder-Erkennens oder Wieder-Erinnerns
der wahren eigenen Natur beschreibt. |
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| Pratyabhijna Hridayam |  |
| wörtl. "Herz des Wieder-Erkennens", Abhandlung, in der die gesamte Philosophie
und Lehre der Pratyabhijna in aller Kürze zusammengefasst ist; dieses Werk wurde von
Kshemaraja verfasst. |
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| Shabda |  |
| göttlicher Klang, Wort des Gurus. |
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| Sadguru |  |
| "wahrer Guru", der wahre, einzigartige Meister, der dem Schüler/der
Schülerin durch Einweihung, bzw. Übertragung seiner Shakti, zur Befreiung verhilft. |
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| Sadhaka |  |
| jemand der Sadhana praktiziert, bzw. sich auf dem spirituellen Weg befindet. |
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| Sadhana |  |
| 1. der spirituelle Weg, die spirituelle Disziplin, 2. das Praktizieren
geistiger und körperlicher Übungen, die die Grundlage des spirituellen Weges bilden. |
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Sahaja (auch Sahaja-Samadhi, Sahaja-Avastha) |  |
| wörtl. "selbst-geboren, spontan", bezeichnet den natürlichen, d.h.
immerwährenden und von keinen äußeren Bedingungen abhängigen, Samadhi.
Dies ist der Zustand eines Siddha, Jivanmukta oder Avadhuta. In diesem Zustand
wird alles als Manifestation des höchsten Bewusstseins erfahren. |
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| Sahasrara |  |
| der tausendblättrige Lotos auf bzw. über dem Scheitelpunkt
des Kopfes, das höchste spirituelle Zentrum, wo die Vereinigung von individueller
Seele und höchstem Selbst stattfindet. |
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| Shakti |  |
| allumfassende, kosmische Kraft/Macht, die die gesamte
Schöpfung aus sich selbst hervorbringt und die sich in jedem noch so winzigen
Teil ihrer Schöpfung mit ihrem gesamten kosmischen Potential befindet. |
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| Shaktipat |  |
| wörtl. "das Herabfallen der göttlichen Gnade (bzw. der göttl.
Segenskraft)", Übertragung der Kraft/Macht des Gurus auf den Schüler/die Schülerin,
wodurch die Kundalini erweckt wird. |
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| Samadhi |  |
| Zustand der Versenkung, Verschmelzung mit dem absoluten Bewusstsein. |
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| Samsara |  |
| weltliche Existenz, Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt |
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| Samskara |  |
| latente Neigung oder unterbewusste mentale Disposition, die durch ein
Ereignis in einem vorangegangenen Leben verursacht wurde. |
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| Sankalpa |  |
| Gedanke, Wunsch, Wille. |
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Shankara (auch Shankaracarya: 788 - 820 n. Chr.) | |
| bedeutender und wohl bekanntester indischer Philosoph Indiens.
Begründete die Philosophie der "absoluten Nicht-Zweiheit" (Advaita-Vedanta).
Verfasste viele namhafte Werke, wie das Viveka Chudamani ("Kleinod der
Unterscheidung") und gründete den zehn-zweigigen Swami-Orden der Dasha-Nami
mit den dazugehörigen vier großen Ashrams (Math) im Norden, Süden, Osten und
Westen Indiens - dem Sitz der auch heute noch einflussreichen und mächtigen
vier Shankaracaryas. |
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| Sharira |  |
| Körper, körperliche Hülle - von denen der Mensch insgesamt
vier besitzt (Synonym: Deha). |
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| Shat Chakra Nirupana |  |
| wörtl. "Untersuchung der sechs Chakras", der elementarste
Text über die sechs Energiezentren im Menschen, im 16. Jahrhundert verfasst
von Purnananda Swami; in den westlichen Ländern wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts
bekannt durch das Werk "The Serpent Power (Die Schlangenkraft)" von Sir John Woodroffe,
das eine Übersetzung und ausführliche Erläuterung des Shat Chakra Nirupana enthält. |
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| Seva |  |
| selbstloses Dienen; Arbeit, die Gott oder dem Guru gewidmet ist. |
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| Siddha |  |
| wörtl. "der [das Höchste] erlangt hat", der Vollkommene, jemand dessen
Identifikation mit dem Ego-Ich aufgehört hat und der für immer im Zustand der höchsten
Einheit lebt. |
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| Siddha Guru |  |
| ein Siddha, der die Befähigung und den Auftrag (von seinem eigenen Guru)
hat, spirituell Suchende und entsprechend Befähigte durch Shaktipat-Diksha und äußere
sowie innere Führung zu ihrer jeweils eigenen höchsten Vollkommenheit, dem Zustand eines
Siddhas, zu geleiten. |
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| Siddha Siddhanta Paddhati |  |
| grundlegendes Werk der Nathas, in dem viele Themen, die den
Kundalini-Yoga betreffen, behandelt werden. |
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| Siddhi |  |
| spiritueller Erfolg, übernatürliche Befähigung oder Kraft,
wie z.B. Gedanken lesen, Hellsichtigkeit, die Fähigkeit Dinge zu materialisieren, usw. |
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| Shiva |  |
| 1. Name für die eine höchste Wirklichkeit, bzw. das allumfassende Bewusstsein,
2. in der Hindu-Dreifaltigkeit der Gott der Zerstörung. Wird als Herr aller Yogis und Asketen erachtet. |
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| Shiva Sutra |  |
| fundamentales Werk des Shivaismus von Kaschmir, Sanskrit-Text aus
dem 9. Jahrhundert, bestehend aus 77 Sutras (Lehrsätze), in dem die grundlegenden
Lehren dieser Philosophie und mystischen Tradition dargelegt sind. |
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| Shivaismus von Kaschmir | |
| monistische Philosophie, die das gesamte Universum als eine Manifestation der Shakti,
der göttlichen Energie des höchsten Bewusstseins (Shiva), beschreibt. Diese einzigartige Philosophie
wurde zu Beginn des 9. Jahrhunderts von einer Tradition von Siddhas dargelegt und an einige spirituell
hoch Begabte weiter gegeben. |
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So´ham (So´ham-Mantra, Hamsa-Mantra) | |
| wörtl. "Ich bin Er / Ich bin Das", es ist das Mantra, das aus den natürliche
Schwingungen besteht, die mit dem Aus- und Einatmen auftreten. Durch So´ham wird sich der Yogi
seiner wahren Identität bewusst. |
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| Spanda |  |
| Schwingung, Schwingungsenergie. |
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| Sushumna(-Nadi) |  |
| Die wichtigste aller Nadis, der Zentral-Kanal, der sich vom Muladhara bis
zum Sahasrara erstreckt und in dem sich die Kundalini ihren Weg nach oben bahnt. |
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| Sutra |  |
| kurzer Lehrsatz, Aphorismus - eine Komprimierung von Lehren in einem
einzigen knappen Satz (meistens nur aus Nomina bestehend, Sutras sind daher häufig nur
mit Hilfe eines Kommentars verständlich). Ein umfassendes philosophisches System kann
so durch eine Sammlung von nur wenigen Sutras ausgedrückt werden. |
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| Tantra |  |
| göttlich offenbarte, heilige Schrift der Shaiva-Tradition, meistens
in Form eines Dialoges zwischen Shiva und Parvati; behandelt in der Regel das Geheimnis
der Selbst-Verwirklichung durch die Erweckung der Kundalini. |
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| Tattva |  |
| Schöpfungsprinzip, Schöpfungsebene, dem Shivaismus von Kaschmir
zufolge gibt es 36 Tattvas - vom höchsten (Parama Shiva) bis zum niedrigsten (P?thivi, die Erde). |
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Tukaram (1608 - 1650 n. Chr.) | |
| bedeutender und heute noch populärer Mystiker und Dichter-Heiliger
aus Maharashtra, verfasste unzählige Lieder und Gedichte (Abhangas), in denen er
seine Sehnsucht nach Gott, seine spirituellen Erfahrungen und schließlich seine
höchste Verwirklichung beschreibt |
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| Ulta Sadhana |  |
| wörtl. "Sadhana der Umkehrung", die Sadhana bzw. Praktik,
bei der - ähnlich wie bei der Bhuta-Shuddhi - der Mikrokosmos durch das sukzessive
Aufgehen des Gröberen in das Subtilere (entspricht dem Aufsteigen der Kundalini-Shakti
im feinstofflichen Körper) aufgelöst und seinem Ursprung zugeführt wird. |
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| Upanishad |  |
| wörtl. "in der Nähe und darum herum sitzen" - diese wörtliche
Bedeutung zeigt die typische, archaische Lehrsitution, bei der der Schüler direkte
Unterweisung vom Meister erhält und es entspricht auch der Form, in der die Upanishaden
verfasst sind: es handelt sich um didaktische Lehrgespräche zwischen Meister und Schüler.
Die Upanishaden sind mystische Texte, die auf die unmittelbare Erfahrung und Eingebung
der alten Weisen Indiens beruhen. Formal bilden sie den Schlussteil der Veden und sind
die Grundlage der vedantischen Philosophie. |
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| Vac |  |
| Sprache, Wort, auch Sprach-Ebene - nach tantrischer Auffassung
gibt es vier Sprachebenen, die sich unmittelbar auch im Körper des Menschen manifestieren |
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| Varnamayi |  |
| eine der vier Kategorien für die Manifestationsarten der erweckten Kundalini.
Beinhaltet Erfahrungen von lautlichen Kriyas, wie spontanes Singen oder Wiederholen von
Mantras (die dem Betreffenden bisher völlig unbekannt waren) aber auch plötzlich auftretende,
diverse künstlerische Fähigkeiten, und ähnliche Phänomene. |
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| Vasana |  |
| Eindruck im Unterbewusstsein, der auf eine bestimmte Handlung
zurückgeht - solche Eindrücke werden nach yogischer Auffassung im feinstofflichen Körper
gespeichert und manifestieren sich in einem späteren Leben als Grundlage für entsprechende
psychische Dispositionen (Samskaras), die den Menschen zu bestimmten Handlungsweisen
regelrecht zwingen. |
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| Veda |  |
| wörtl. "Wissen", die vier Veden (Rig-Veda, Sama-Veda, Yajur-Veda,
Atharva-Veda) gehören zu den ältesten heiligen Schriften der Menschheit.
Sie werden als göttlich offenbarte, ewige Wahrheit und Weisheit erachtet. |
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| Vedhamayi |  |
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| Vijnana Bhairava |  |
| wörtl. "göttliches Bewusstsein", ein ungewöhnliches Tantra des
Shivaismus von Kaschmir, in dem 112 kontemplative Praktiken (Dharana) beschrieben
werden, mit denen man in die unmittelbare Erfahrung des höchsten Bewusstseins
gelangen kann. |
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| Vikalpa |  |
| (zwiespältiger) Gedanke, geistige Aktivität, Denken auf der Grundlage von Dualität. |
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| Viveka Darpana |  |
| "Spiegel der unterscheidenden Betrachtung", umfassendes
philosophisches aber auch praxisbezogenes Werk der Natha-Yogis in Maharashtra
(ca. 11. Jh.) , in dem viele yoga- und sadhana-relevanten Themen behandelt werden,
wie z.B. das höchste Bewusstsein, das individuelle Selbst, die Kundalini-Erweckung,
die Guru-Schüler-Beziehung, der (Bewusstseins-)Zustand des Siddha, verschiedene
Yoga-Praktiken, etc. |
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| Yantra |  |
| Symbolgestaltung, Hilfsmittel zu Kontemplation und Meditation,
geometrische Darstellung einer Gottheit. |
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| Yoga |  |
| wörtl. "Vereinigung", spiritueller Weg und religiöse Disziplin,
die zu einem beständigen Geist verhelfen, zur Loslösung von Verhaftungen und
Bindungen - und letztendlich zur beständigen Erfahrung der Vereinigung mit dem
höchsten Selbst. |
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| Yoga Sutra |  |
| grundlegender Text des klassischen Yoga-Systems,
Sammlung von Aphorismen, die ca. im vierten Jahrhundert von Patanjali
verfasst wurden. Sie erläutern verschiedene Methoden, den Zustand der
vollkommenen Einheit (Yoga) zu erreichen, bei dem die Wellen des Geistes
(Citta-Vritti) zum Stillstand kommen und der Zeuge des Geistes in seiner
eigenen Glückseligkeit ruht. |
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| Yoga-Bhrashta |  |
| wörtl. "vom-Yoga-Gefallener", bezeichnet jemanden,
der bzw. die in einem früheren Leben intensiv Yoga-Sadhana betrieben hat,
doch vor dem Erreichen des Zieles - der letztendlichen Befreiung - gestorben ist.
Eine solche Person wird mit einem beträchtliche spirituellen Potential - eben
dem bisher erlangten - wiedergeboren und beendet ihre Sadhana häufig in kürzester Zeit. |
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