ihm fanden, nahe. Dabei scheint die Kraft ihrer eigenen Erfahrung geradezu in ihren Worten zu stecken
und den Hörer oder Leser in den Bann zu schlagen. So vielleicht ist ihre ungebrochen hohe Popularität auf
der ganzen Welt erklärbar.
Doch nicht nur ihre Werke selbst, sondern auch die Art, wie sie lebten und wirkten war und ist faszinierend
und mag auch heute noch für so manchen von uns vorbildhaft und inspirierend sein. Z.B. oben zitierter
Jnaneshwar, wörtlich übersetzt ‚Herr' oder ‚Meister' des Wissens war eines jener einzigartigen Phänomene
der Spiritualität. Er, den man ehrerbietig Jnaneshwar Maharaj (wörtl. großer König) nannte und nennt,
wurde im Jahre 1271 geboren. Er führte, ganz zum Missfallen der damaligen Autoritäten, die Sprache des
einfachen Volkes als Sprache der Literatur und Philosophie ein und schrieb im Alter von 19 Jahren einen
der maßgeblichen Kommentare zur
Bhagavadgita. Ferner schrieb er tausend Gedichte und zwei
Hauptwerke - und das alles, bevor er mit 21 starb, bzw., wie es traditionellerweise heißt,
Mahasamadhi, den Zustand der vollkommenen Verschmelzung mit dem Absoluten, erlangte.
Auf diesem ‚Streifzug durch die Welt der indischen Mystiker und Dichterheiligen' werden wir einer ganzen
Reihe solcher charismatischen Persönlichkeiten begegnen, deren Aussagen und Lehren zeitlose Juwelen der
Weisheit und des Mitgefühls darstellen, und die uns noch heute Hilfe und Unterstützung auf unserem
eigenen Lebensweg sein können.
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